Sonntag, 01.11.2026, 10:00 – 11:30 Uhr

Workshopleitung: Saskia Ackermann

Welche Rolle spielt unsere Geschichte für unsere Gegenwart?
Das Freie Radio für Stuttgart feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen, wobei sich dieses Jubiläum auf den Zeitpunkt bezieht, ab dem gesendet wurde. Dem voran gingen drei Jahre intensiver Diskussionen zur Idee und Konzeption eines freien Radios. Auch heute bedeutet „Freies
Radio“ inhärent mehr als bloßer Radiobetrieb, auf Funktionieren des Sendens ausgerichtet, sondern immer auch die miteinander getragene Verantwortung, Aushandlungsprozesse und ganz
besonders das persönliche Engagement derjenigen, die es tragen.
Anhand von Ausschnitten aus Gesprächen mit drei langjährigen Stuttgarter Radiomacher*innen befassen wir uns mit den persönlichen und vielschichtigenen Perspektiven auf die geschichtliche Entwicklung einer kollektiv getragenen Idee, einer Organisation, eines Projetks.

Über geschichtliche Daten und Meilensteine hinaus geht es darum, wie das FRS zu dem geworden ist, was es gegenwärtig ist, und welche Rolle die Vergangenheit dabei spielt – was wurde errungen und erkämpft? Welche Ideale werden weiterhin verfolgt, welche Reibungen ziehen sich stetig fort,
und was hat an Sichtbarkeit verloren? Welche Bedeutung hat das für die Menschen, die seit vielen Jahren Teil dieser Entwicklungen sind?
Die subjektiven Erinnerungen und Ansichten auf die spezifische Entwicklung des Freien Radio für Stuttgart dienen dabei als Ansatzpunkte für Reflexionen über unser Verhältnis zur Geschichte und ihrer Bedeutung in der Gegenwart in anderen freien Radios und gemeinschaftlich getragenen
Projekten im Allgemeinen. Nach einem kurzen Impuls hören wir gemeinsam Ausschnitte aus aufgezeichneten Gesprächen an und tauschen uns darüber aus. Am Ende sammeln wir Gedanken und Ansätze dazu, was wir
daraus für unsere gegenwärtige Praxis mitnehmen können.

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