Die Podiumsdiskussion fand am Donnerstag den 25.10.2012 zur Eröffnung der #ZWCM2012 statt.

Community Media haben wesentliche Ursprünge in den sozialen Bewegungen (Freie Radios), als auch in der Idee, dass Bürger>_innen mit eigenen Beiträgen zur Meinungsvielfalt beitragen können (Offene Kanäle). Die „Gründerjahre“ liegen inzwischen weit zurück, die Ansätze, die zur Durchsetzung und Gründung der Nichtkommerziellen Rundfunkstationen führten, bewährten sich und erfuhren oft eine Weiterentwicklung. Die variierenden Fördermodelle in den einzelnen Bundesländern Deutschlands ließen eine äußerst heterogene Rundfunkszene abseits von kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Anbietern entstehen oder verhinderten deren Entstehung bzw. deren Entwicklung.

Zudem eröffnet die Veralltäglichung des Internets den nichtkommerziellen Medien seit geraumer Zeit eine große Palette an neuen Möglichkeiten im Bereich der journalistischen Arbeit, der Selbstorganisation oder der zusätzlichen Distribution der ehrenamtlich erstellten Inhalte. Unabhängig von technischen Neuerungen haben sich die Bedürfnislagen der Medienmachenden nicht geändert: Der Wunsch nach medialer Teilhabe und Zugang zum (Massen-)Medium, nach Auseinandersetzung und Diskurs zu aktuellen Themen, nach sozialer Interaktion und gesellschaftlicher Intervention ist präsent.

Doch was bedeuten diese Entwicklungen für die Community Media? Wie sind diese aufgestellt, um zwischen den sich ändernden Umgebungsvariablen zu bestehen? Was ist notwendig, um auch zukünftig im Sinne einer demokratischen Gesellschaft zur Vielfalt der medial verbreiteten Meinungen beitragen zu können? Was bleibt elementar für partizipative Rundfunkarbeit? Welchen dem technischen Wandel und den gesellschaftlichen Entwicklungen folgenden Optionen sollten sie nachgehen?

Ein Ziel der #ZWCM2012 war es, diese Fragen aus den Reihen der in den Medien Agierenden zu diskutieren. Bevor diesen in den einzelnen Panels nachgegangen wurde, gab es einen Blick hinter die Kulissen:

Wer nutzt die Community Medien? Wer macht sie? Wer hört und sieht zu? Wer gestaltet Beiträge und Sendungen? Wer gestaltet die Sender? Was bringt die Menschen in die Studios, was hält sie ab vom Senden und/oder Hören und Hören? Für wen arbeiten sie eigentlich hinter Kamera und Mikrofon?

Darüber diskutierten am Aktive aus verschiedenen Community Media und aus sozialen Bewegungen:

Auf dem Podium saßen:

  •  Diana Elsner (Offener Kanal Merseburg-Querfurt e.V.)
  •  Helen Hahmann (Radio CORAX Halle/QueerAction)
  •  Bettina Wiengarn (Offener Kanal Magdeburg, Vorsitzende des Bundesverbands Offene Kanäle)
  •  Friederike Maier (Community Media Forum Europe/Radio Flora Hannover)
  •  Götz Rubisch (Radio CORAX Halle/NoJob FM/Castorradio)
  •  Anne Roth (Journalistin/Medienaktivistin, Berlin)
  •  Timo Stadler (Querfunk Karlsruhe)
  •  Ralf Wendt (Radio CORAX Halle)

Aufzeichnung der Podiumsdiskussion zur Eröffnung am Donnerstag, 25. 10. 2012 | mp3
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