Samstag, 10. November 2018, 11:45 – 13:15 & 14:00 – 15:30

Die Verbreitung von digitalen Massenmedien hat die Medienlandschaft weltweit stark verändert. Die Berichterstattung ist schneller und pointierter geworden, viele sagen, sie hat an Qualität verloren. Entsprechend haben sich auch die sozialen und ethischen Anforderungen an Journalist*innen geändert: Sie müssen oft mit viel mehr Informationen umgehen, deren Herkunft nicht immer klar ist – und das nicht selten unter starkem Zeit- und Arbeitsdruck. Besonders eine sensible und informierte Berichterstattung über Themen, die soziale, kulturelle und andere gesellschaftliche Minderheiten betreffen, kann darunter leiden.

Auch Journalist*innen in den Freien Radios, sogenannte Bürgerjournalist*innen und Medienaktivist*innen sind von dieser Veränderung betroffen – besonders nun, da sie sich zusätzlich mit den Entwicklungen um die sogenannten „Fake News“ oder „alternativen Fakten“ konfrontiert sehen.

Das EMAC-Projekt (Ethical Media for Active Citizenship) beschäftigt sich mit diesen Themen und ist zur Zeit dabei, einen Trainingskurs zu erstellen, der journalistisch Arbeitende dabei unterstützen soll, ethisch und sensibel über Minderheiten zu berichten.

Dafür brauchen wir eure Hilfe und euren Input: In diesem Workshop möchten wir Euch das Projekt gern vorstellen und eine oder zwei Übungen aus dem entstehenden Kurs mit gemeinsam mit euch probieren und dann euer Feedback abfragen. Wir würden uns freuen, wenn Menschen mit und ohne Hintergrund in Radioausbildung an dem Workshop teilnähmen.

Moderation/Referenten: Michael Nicolai (Radio CORAX, Halle/Saale) und Chris Wohlwill (Wüste Welle, Tübingen)